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Mittwoch, 11. Februar 2015

DIE Strickjacke - Ärmel abteilen

oje, oje, wieder verbummelt...
eigentlich sollte ich mich wohl bedanken für's hartnäckige trietzen
hmm

dann mal eben schnell ein paar Infos hingeschmissen,
damit du / ihr weiter arbeiten kannst / könnt,
am nächsten WE habe ich ein wenig mehr Zeit 
und auch das Wetter hat sich ganz ordentlich angekündigt
(damit es nämlich auch ein paar Fotos geben kann ...)

die "schnellen Infos" beziehen sich alle auf meine Jacke,
wie ich sie selbst gestrickt habe,
die Umrechnungen für andere Größen / Maschenproben
sowie Hintergründe und Überlegungen, wie ich sie bis hierher 
ja auch immer mitgeteilt habe, werden dann nachgereicht
 ich hoffe, damit ist trotzdem erst einmal geholfen ...

meine Jacke ist bei einer Raglanlinie von 30 cm Länge
angekommen bei folgenden Maschenzahlen:

75 Maschen Vorderteil
1 Raglan- / linke Masche
109 Maschen Ärmel
1 Raglan- / linke Masche
149 Maschen Rücken
1 Raglan- / linke Masche
109 Maschen Ärmel
1 Raglan- / linke Masche
75 Maschen Vorderteil

ich fand es ausgesprochen nett, dass die linke Masche der Raglanschräge 
sich so wunderbar in das Muster einfügt ...

diese Maschenangaben gelten natürlich nur für meine 
Größe / Passform / Maschenprobe / Strickweise,
also möglicherweise entsprechend anpassen !!!
(und im Zweifel vor dem Spiegel probetragen!)

unter den Achseln habe ich für mehr Bewegungsfreiheit und Passform
einige zusätzliche Maschen mit dem Magic Cast On neu aufgenommen,
jeweils für Ärmel und Körperteil 21 Maschen
die genaue Zahl hat sich eigentlich durch die Musterung so ergeben,
sie sollte aber nicht mehr als 1/4 der Ärmelmaschenanzahl betragen

in der 1. Reihe nach dem Anschlag habe ich dann,
um Löcher dort unter den Achseln zu verhindern,
die bisherige Raglanmasche jeweils mit der ersten und der letzten  Masche
des Neuanschlags zusammen gestrickt

nun also die Reihe mit den Aufteilungen in präzise:

- die Maschen des Vorderteils stricken
- mit einer zweiten Nadel die Maschen des Ärmels stricken
- ein neues Knäuel dazu nehmen
- die Maschen unter den Achseln neu aufnehmen (mit 2 Fäden)
- einen der Fäden frei hängen lassen
- die Ärmelmaschen stricken 
- die bisherige Raglanmasche (hinten) mit der ersten des Neuanschlags zusammenstricken
- die Maschen des Neuanschlags stricken
- die bisherige Raglanmasche (vorne) mit der letzten des Neuanschlags zusammenstricken
- den Ärmel weiter stricken

man kann nun auf verschiedene Weise weiter machen:

entweder zunächst die angefangene Reihe vervollständigen, 
über den Rücken und den zweiten Ärmel ebenso abteilen,
dann über das Vorderteil die Reihe beenden
sinnvoll wäre es, dann auch die Rückreihe gleich anzuschließen,
dabei wieder die bisherigen Raglanmaschen jeweils mit 
der ersten und letzten Masche des Neuanschlags zusammenstricken

man könnte dann mit dem Körperteil weiter arbeiten,
müsste aber die Nadeln und Knäuel der abgeteilten Ärmel
halt die ganze Zeit mitführen

oder ...
so mache ich es ...
- den ersten Ärmel ganz fertig stricken
- dann erst wie beschrieben den zweiten Ärmel abteilen
- den zweiten Ärmel fertig stricken
- dann mit dem Körper weiterarbeiten

weil ich meist Selbstgesponnenes verstricke, habe ich
oft nur eine begrenzte Menge zur Verfügung, 
die sich nicht beliebig neu beschaffen lässt.
da bin ich gerne auf der sicheren Seite,
habe die Ärmel in der richtigen Länge und ein Gutteil des Körpers fertig
und kann ggf. unten am Rand oder eben am Kragen
dann mit einem anderen Material weitermachen

für die Ärmel selbst, die erforderlichen Abnahmen etc.
muss ein wenig gerechnet werden,
damit geht es gleich weiter...

liebe Grüße - Anke

Sonntag, 5. Oktober 2014

DIE Strickjacke-jetzt kommt endlich Aktion

So, jetzt soll es aber tatsächlich mal los gehen mit DER Jacke:

Ich habe mit einem beidseitigen Maschenanschlag begonnen, weil ich genau das tat,
aber keine Angst - man kann sicher auch ganz normal anschlagen
und später für den Kragen neu aufnehmen.
Ach so, ja, gestrickt ist die Jacke übrigens mit Nadelstärke 3,5 mm

Für den Halsausschnitt habe ich je 89 Maschen
als magic cast on (klick drauf) angeschlagen,
die eine Seite stillgelegt (die brauche ich später für den Kragen),
die andere Seite wie folgt verteilt und die erste Reihe gestrickt:

1 RandM, 1 M li ( linkes Vorderteil)
Maschenmarkierer

1 M re, 1 M li, 1 M re (Raglan links vorne)
1 M li, 9 M re, 1 M li (linker Ärmel)
Maschenmarkierer

1 M re, 1 M li, 1 M re (Raglan links hinten)
51 M im Muster *1 M li, 9 M re* (Rückenteil)
Maschenmarkierer

1 M re, 1 M li, 1 M re (Raglan rechts hinten)
1 M li, 9 M re, 1 M li (rechter Ärmel)
Maschenmarkierer

1 M re, 1 M li, 1 M re (Raglan rechts vorne)
1 M li, 1 RandM (rechtes Vorderteil)

in der Rückreihe die Maschen stricken, wie sie im Muster erscheinen


ab hier wird in jeder Hinreihe beidseits der Raglanlinie je eine Masche zugenommen

Die Zunahmen arbeite ich gerne als kfb (knit front and back),
dass heißt, dass die Masche der vorigen Reihe
nach dem Stricken einer neuen Masche
nicht von der linken Nadel fallen gelassen, sondern
durch das "hintere" Beinchen noch ein zweites Mal (verschränkt) abgestrickt wird.
Es ergeben sich auf diese Weise weder Löcher im Gestrick noch zieht es sich
zu sehr zusammen, wie es häufig bei Zunahmen aus dem Querfaden der Fall ist.

Bei kfb-Zunahmen innerhalb eines rechts-links-Musters
 kann es natürlich passieren, dass entweder die Ausgangsmasche
oder eine der entstehenden Maschen links gestrickt werden muss.
Ich persönlich als erfahrene Strickerin habe kein Problem damit,
mir alles passend so hinzutüddeln, im Zweifel ist es aber
genau so wenig ein Problem, einfach alles rechts zuzunehmen
und erst in der nächsten Reihe im Musterverlauf fortzufahren.

So, nun die 3. Reihe:

1 RandM, 1 M li kfb (da haben wir nämlich genau das Problem)
Maschenmarkierer

1 M re, 1 M li, 1 M re kfb (Raglan links vorne)
1 M li, 9 M re, 1 M li kfb
Maschenmarkierer

1 M re, 1 M li, 1 M re kfb (Raglan links hinten)
Rückenteil im Muster, letzte Masche li kfb
Maschenmarkierer

1 M re, 1 M li, 1M re kfb (Raglan rechts hinten)
1 M li, 9 M re, 1 M li kfb
Maschenmarkierer

1 M re, 1 M li, 1 M re kfb (Raglan rechts vorne)
1 M li, 1 RandM

in der Rückreihe die Maschen stricken, wie sie im Muster erscheinen


in der 5. Reihe kommen erstmals die Zunahmen am Ausschnitt dazu
weil sich aber eine Randmasche irgendwie blöde kfb abstricken lässt,
nehme ich hier aus dem Querfaden auf

1RandM, 1 Zunahme, 1M li, 1M re kfb
Maschenmarkierer

1 M re, 1 M li, 1M re kfb (Raglan links vorne)
1 M re, 1 M li, 9 M re, 1 M li, 1 M re kfb
Maschenmarkierer

1 M re, 1 M li, 1 M re kfb (Raglan links hinten)
Rückenteil im Muster, letzte Masche re kfb
Maschenmarkierer

1 M re, 1 M li, 1 M re kfb (Raglan rechts hinten)
1 M re, 1 M li, 9 M re, 1 M li, 1 M re kfb
Maschenmarkierer

1 M re, 1 M li, 1 M re kfb (Raglan rechts vorne)
1 M re, 1 M li kfb, 1 RandM

in der Rückreihe die Maschen stricken, wie sie im Muster erscheinen

ab hier sinngemäß die letzten 4 Reihen fortlaufend wiederholen
ist überhaupt nicht schwer:

in den Hinreihen
vor dem Maschenmarkierer und die dritte Masche danach kfb,

in jeder zweiten Hinreihe die Zunahmen am Ausschnitt

die Rückreihen, wie sie erscheinen

das Muster ist total eingängig und hilft sogar noch beim Zählen

Nach 20 Ausschnittzunahmen habe ich noch
5 mal in jeder 8. Reihe zugenommen, so dass ich
in etwa die Anzahl Maschen des Rückenteils erreicht habe.

So etwa in der gleichen Höhe (bzw. wenn die (schräge) Raglanlinie
bei mir etwa 30 bis 33cm Länge misst, bei Schlankeren wohl früher)
lohnt es sich auch (aller-)spätestens, einmal anzuprobieren.
Genau das ist ja der Vorteil des RVO, dass man andauernd probieren kann,
(vorausgesetzt, naja, dass das Material sich bei der Wäsche nicht allzu sehr verändert)
Viele, viele Seile einziehen (dafür nutze ich gerne noch mal die alten Alu-Prym),
so dass bei aller erforderlichen Bewegungsfreiheit nichts abrutschen kann,
und ab vor den Spiegel ...

Sitzt der Halsausschnitt, wie er soll?
Wo sind die Schultern?
Wo die Raglanlinie?
Gefällt mir das V des Ausschnittes?
Kann ich vielleicht schon unter den Achseln schließen?

Denn das wäre der nächste Schritt und der nächste Post
hier mache ich nämlich erst einmal Schluss
Ihr habt genug zu tun!

Liebe Grüße - Anke

DIE Strickjacke - RVO - Raglan von oben

- wer jetzt simpel MEINE Jacke nachstricken möchte
(OHNE eine Gewähr für Passform!!!),
kann getrost erst beim nächsten Post anfangen, denn hier
kommt vorweg eine Menge "Denke"

- wer aber auch in Zukunft viele, viele tolle Kleidungsstücke 
für "komische" Figur in passend selbst herstellen mag,
kommt um ein bisschen (wirklich nicht schlimm!)
Rechnen und ggf. Ausprobieren nicht herum

los geht's:

diese oder diese Grundanleitung für RVO kommen schon
zu ganz unterschiedlichen Verlaufslinien für die Raglanschräge
diese hier kommt in der ersten Reihe ganz ohne Ärmelmaschen aus
und sitzt trotzdem ganz super

Meine Erfahrung ist, dass die Raglanlinie, je weiter sie in
Richtung Busen rutscht, diesen stärker betont
(auch das kann ja gewollt sein),
bzw. je weiter sie an der Schulter verläuft,
für mich vorteilhafter ist.

Andererseits wird der Verlauf der Raglanlinie weitgehend bestimmt
von dem Verhältnis der Anzahl der Ärmelmaschen zu denen des Körpers.
Am Ende der Raglanlinie, dort wo Ärmel und Körper getrennt weiter gestrickt werden,
brauche ich für mich nämlich nicht die gleiche Anzahl Maschen auf den Nadeln!

Der Umfang des Oberarms beträgt mehr als 1/3,
aber deutlich weniger als 1/2 meines Körperumfangs.
Nun könnte ich natürlich überzählige Maschen irgendwo verschwinden lassen,
schöner wird es aber, wenn ich dieses Verhältnis gleich von Anfang an mit einplane.

Wenn ich also von gleichmäßigen Zunahmen entlang der Raglanlinie ausgehe,
(was dieses Verhältnis in Anzahl Maschen noch einmal verschiebt),
dann komme ich super klar, wenn die Anzahl Ärmelmaschen zu Beginn
sogar deutlich weniger als 1/4 der des Rückenteils beträgt

Natürlich könnte man auch erst weniger, später häufigere Zunahmen einbauen,
oder auch umgekehrt, also eine Art Kurve als Armkugel erzeugen,
ich könnte auch die Zunahmen nur noch an einer Seite der Raglanlinie machen
und damit entweder Arm- oder Körperseite stärker betonen,
mir sind aber gleichmäßige Zunahmen lieber
(weil übersichtlicher und mit weniger Zählarbeit zu stricken)

Naja, und auch die Raglanlinie selbst muss selbstverständlich
 in die Überlegungen mit einbezogen werden.
Soll sie sozusagen gar nicht vorhanden sein oder,
wenn doch, aus wie vielen Maschen bestehen?
Soll sie ein eigenes Muster (z.B. Zöpfchen) tragen
oder sich dem sonstigen Muster anpassen?

Wie sollen die Zunahmen aussehen?
Will ich eine luftige Lochmusterreihe, schön für Sommerpullies mit Lacemuster,
dann lassen sich die entsprechenden Umschläge vielleicht nett unterbringen
Wähle ich Zunahmen durch kfb (knit front and back), wie ich es bevorzuge,
dann erscheint "hinterrücks" plötzlich eine Masche zu viel in der Raglanlinie
Zunahmen aus dem Querfaden lassen durch das "Straffen" des Fadens keinen Platz
für eventuell entstehende Löcher und geben etwas mehr Fülle auf die Schultern

Als letztes muss ich dann noch die Ausschnittform festlegen
RVO werden grundsätzlich mit nur 1-2 Maschen je Vorderteil begonnen
und die weitere Form durch Zunahmen festgelegt.
Für einen runden Ausschnitt müssen nach einigen Reihen
die erforderlichen Maschen neu angeschlagen werden,
ein V-Ausschnitt kann durch die Anzahl Reihen je Zunahme
beliebig geformt werden, gerade oder mit Bogen
Für Pullies mag ich sehr gerne erst größere, dann enger werdende
Reihenabstände zwischen den Zunahmen, für Jacken umgekehrt



nach diesen Vorüberlegungen nun das Messen und Rechnen:

ich nehme ein Maßband und messe nach einem passenden Kleidungsstück
oder ggf. mit Hilfsperson oder vor dem Spiegel die gewünschte Halsausschnittweite.

Weil ich für meine Jacke einen V-Ausschnitt wünsche,
messe ich von der Mitte meines rechten Schlüsselbeins
hinten locker um den Hals herum
bis zur Mitte des linken Schlüsselbeins: 40 cm,
das wären nach Maschenprobe 100 Maschen für den Anfang

etwas weniger locker gemessen, weil ich mir überlege,
dass das Gewicht der fertigen Jacke diese ausleiern wird: 30 cm,
das wären 75 Maschen für den Anfang

irgendwo dazwischen wird mein Maschenanschlag liegen,
weil ich mir weiterhin überlege, dass das gewünschte Muster
etwas einziehen wird und ich ein wenig Spielraum ganz gerne mag
(übrigens, die fertige Jacke hat jetzt sogar eine gemessene
Halsausschnittweite von beinahe 50 cm, so what?)


ok, also noch einmal der Plan:
eine Jacke, nicht ganz glatt gestrickt
ein breites Rippenmuster wäre hübsch

Entscheidung Muster: *1  M links, 9 M rechts*
Entscheidung Raglanlinie: 1 M rechts, 1 M links, 1 M rechts
Entscheidung Raglanzunahmen: jede Hinreihe 8 Zunahmen
(jeweils beidseits der Raglanlinien)
Entscheidung Art der Zunahmen:  kfb
Entscheidung Ausschnittzunahmen: erstmal je 1 in jeder 2. Hinreihe

ich fange also nach Maschenprobe, RVO-Rechner und Erfahrung mit
75 M <  Maschen gesamt < 100 M  an und mache meine Einteilung

ein paar Maschen hier weniger und dort vielleicht dafür mehr,
damit das gewünschte Muster (1 M li, 9 M re) sich hübsch verteilt 
und dann ist dieses die zunächst letzte wichtige Entscheidung:

2 M vorne          2 M vorne
3 M Raglan    >           <    3 M Raglan
11 M Ärmel                                        11 M Ärmel
3 M Raglan   >            <    3 M Raglan
51 M Rücken

Wie sich das Alles dann rein praktisch auflöst,
habe ich jetzt und hier einmal abgetrennt,
oje, ist ja tatsächlich schon sooooo lang geworden !!!

Bis nachher dann!
Liebe Grüße - Anke

Diese und genau DIESE Strickjacke ...

habe ich als (naja, erstmal so ungefähr ...) Anleitung versprochen
Ich brauch ja ei-gent-lich nur aufschreiben, wie ich sie gemacht habe,
so hieß es gemeinschaftlich, man werde dann gegentesten




o-keee-eee
irgendwie ein guter Grund, hier mal wieder aufzumachen
das ganze Gequatsche über das Zwischendurch 
kommt dann irgendwann später, vielleicht ...

jetzt muss ich mich 'ranhalten
bis Mittag soll der Anfang im Netz sein, so habe ich versprochen, 
(oje, was hab' ich getan???)

man wähle eine hübsche Faser, spinne, verzwirne, wasche ...
(okay, dieser Teil kann ggf. entfallen und durch "kaufe" ersetzt werden)

ich hatte dann ein Garn etwa in Sockenwollstärke, ca 500g
und ein weiteres, farblich passend, wenig dicker, ca 200g

eine Maschenprobe von 25 Maschen x 36 Reihen auf 10x10 cm,
glatt rechts gestrickt mit Nadelstärke 3,5 mm

eine avisierte Kleidergröße von 48/50 etwa, busenbetont,

eine vielfach erprobte und mehrfach angepasste RVO-Anleitung
(dazu später mehr)

und fing erstmal blauäugig, naiv, creativ, testend irgendwie an
alles weitere ergab sich und wird hier beschrieben werden

so, Leute, es ist zwölf, zum Mittag bis hierher erstmal genug
den nächsten Teil gibt's heute noch, aber später!

kommt ihr erst einmal heile wieder nach Hause
viel Spaß wünsch' ich noch!
Liebe Grüße - Anke

Donnerstag, 10. Mai 2012

Wörterbuch für Fachsprache: Stricken und sonstige Handarbeiten

na, das ist ja mal was Feines:
im Spinnforum stieß ich gerade auf 
einen Link zu einem Wörterbuch für Handarbeiten:

englische Anleitungen sind ja inzwischen kein großes Problem mehr für mich
nur noch ein winzig kleines, wär' ja auch langweilig sonst ...

aber was ist mit spanisch, schwedisch, finnisch?
gibt es alle auch auf Ravelry

und der Go**le  Übersetzer
ist ja so klasse !!!
wenig hilfreich, aber sooo lustig ...

Liebe Grüße - Anke

Mittwoch, 18. April 2012

aus drei mach eins ...

es war einmal ein Dochtgarn - Strang,
den ich hier schon als Hitchhiker - Embryo vorgestellt hatte,
nun sieht er aber so aus:


da hat dann wohl zwischendurch das Ribbelmonster zugeschlagen ...
im Moment darf es gerne etwas anspruchsvoller auf den Nadeln sein
und hier habe ich mir sogar die Anleitung selbst zusammengebastelt

die schmalen Halbrund - Tücher haben es mir angetan
eine Konstruktion ähnlich wie die Yakbeere,
nach der ich ja mein letztes Tuch gestrickt habe

vom Hitchhiker ist nur noch die Kante übriggeblieben


ich finde einfach sehr schön, wie sich dieser doppelte kfb entwickelt
(kfb = knit front and back, meine bevorzugte Zunahme zur Zeit, und 
doppelt, weil die erste und letzte Masche jeder Reihe so gearbeitet wird)
der Schal wächst dadurch sehr schnell in die Breite und 
die Kante wird trotzdem ausreichend elastisch

wie gesagt, im Moment darf es auch gerne etwas anspruchsvoller sein
ich hätte so gerne mal wieder eine Undine gestrickt,
eine kostenfreie Anleitung von Spinning Martha
denn damit verbinde ich eine ganz besondere Erinnerung:

als Mimy mir das erste Mal einen von ihr selbst gefärbten Strang mitbrachte,
schlich ich erst einmal eine ganze Weile darum herum
und wollte etwas ganz Besonderes daraus machen,
nichts Einfaches oder Socken (damals strickte ich NUR Socken),
dafür war der mir viel zu schade ...

immerhin suchte ich da schon im Netz
(bevor ich zu Ravelry oder Bloggershausen fand)
und so wurde dieser besondere Strang
zu meinem allerersten Lace - Tuch !!!
eben einer Undine nämlich ...

diese erste Undine (und ihre Schwestern)
hat mich inzwischen aber verlassen, verschenkt, weggegeben, futsch ...
diese breiten Schultertücher sind einfach nicht meins ...
jetzt habe ich sie kurzerhand in das Mittelteil des Beerentuches eingefügt


- Undines Beere -
so wird es mir sicher gut gefallen ...

Liebe Grüße - Anke

Sonntag, 1. April 2012

Anleitung - Deltoid

seeeeehr aufmerksamen Lesern
(gibt's hier solche?)
mag möglicherweise nicht entgangen sein,
dass ich das verschenkte Tuch für Frau Perle
in der "Fertig" - Liste als "Deltoid" eingetragen habe,
die Anleitung dafür aber schuldig geblieben bin ...


dieses Tuch hier war übrigens in der gleichen Weise verstrickt

als Basis diente mir 22,5° von Martina Behm,
ich habe aber die Mittelmasche anstatt löchrig als kfb gestrickt.

so, jetzt die genaue Anleitung mit Fotos:
man nehme erstmal schönes Garn,
in diesem Falle mein selbst versponnener Abendhimmel




und stricke drei Maschen auf


die wesentliche Besonderheit an diesem Tuch ist 
eine Zunahme: kfb (= knit front and back)
= normal rechts abstricken und zusätzlich 
die gleiche Masche (hinten) rechts verschränkt


aus einer Masche werden so zwei
das macht man in JEDER Reihe 3mal
am Anfang, in der Mitte und am Ende


die mittlere Masche kennzeichne ich mit einem kontrastfarbenen Garnrest


das Tuch wird ansonsten kraus rechts gestrickt
und wächst auf diese Weise rasch in die Breite


noch einmal von Anfang an:
1.Reihe: 3 Maschen aufstricken
2.Reihe: kfb, kfb, kfb
3.Reihe: kfb, 1re, kfb, 2re, kfb
4.Reihe: kfb, 3re, kfb, 3re, kfb
5.Reihe: kfb, 4re, kfb, 5re, kfb
6.Reihe: kfb, 6re, kfb, 6re, kfb
usw.

wenn ich später im Gestrick in die Nähe des Markierfadens komme,
muss ich mir die Maschen genauer ansehen:


noch nicht (ganz) so weit, normal rechts abstricken


dieses ist die Masche, die in der vorigen Reihe zugenommen wurde,
sie wird jetzt kfb gestrickt


und der Markierfaden wieder auf die andere Seite gelegt

jetzt muss ich erst einmal weiter stricken,
die restlichen Fotos also aus dem Archiv:


durch die Zunahme in jeder Reihe in der Mitte und an den Enden
(insgesamt also 6 Maschen pro Hin- und Rückreihe)
ergibt sich eine deutliche V-Form


zum Schluss wird das Tuch mit einer beliebigen Häkelkante verziert
(hier Muschelkante, aber auch Mäusezähnchen oder Krebsmaschen)
dafür habe ich immer ein wenig probieren müssen,
aber die Häkelkante "frisst" ca. 5% der gesamten Garnmenge,
so als Anhaltspunkt ...

Liebe Grüße - Anke